Bürgerstiftung

Die Bürger-Stiftung-Grafenau (BGS) ist eine von Bürgern initiierte und von Bürgern finanzierte Stiftung, die sich für das Gemeinwesen Grafenau und seine Bürger engagiert. Die Idee zur Gründung von Bürgerstiftungen kommt aus den USA. Die erste Bürgerstiftung in Deutschland ist 1997 entstanden. Inzwischen gibt es 240 Bürgerstiftungen mit einem Stiftungskapital von über 200 Mio EUR . Die Bürger-Stiftung-Grafenau, die 2013 ihr zehnjähriges Bestehen feierte, ist also zu einem frühen Zeitpunkt aus der noch jungen Bewegung hervorgegangen.

von links: Bürgermeister Martin Thüringer, Claus-Peter Henn, Helmut Petri, Wolfgang Isenhardt, Ursula Ladra, Axel Hein, Jürgen Matthiessen, Heinz Mornhinweg

Wie der Name sagt, stiften Bürger Geld (Mindesteinlage pro Stifter 1000 EUR), um aus den Erträgen des angesammelten und mündelsicher angelegten Stiftungsvermögens, Mittel für Vorhaben zur Verfügung zu haben, die zur Realisierung der Stiftungszwecke beitragen.  Zusätzlich werden Spenden und das zeitliche Engagement von Mitbürgern bei der Verfolgung der Stiftungszwecke und bei der Umsetzung von Stiftungsvorhaben benötigt.  Die Bürger-Stiftung-Grafenau unterliegt der Stiftungsaufsicht des Regierungspräsidiums Stuttgart. Sie hat derzeit 73 Stifter.
Unter dem Motto „von Bürgern, für Bürger, durch Bürger“ setzt die Bürger-Stiftung-Grafenau (BGS) ihre thematischen Schwerpunkte und Aktivitäten auf ein gutes, generationsübergreifendes und alle Mitbürger integrierendes Zusammenleben in der Gemeinde, auf Ansätze moderner Altenhilfe, auf den offenen Betrieb der Begegnungsstätte im Seniorenzentrum Stangenwiese Dätzingen,  auf integrative Jugendhilfe sowie auf in Not geratene Mitbürger.
Neben Informationsfahrten,  kulturellen Veranstaltungen sowie jährlichen  Stiftungsfesten und -foren sind folgende Projekte besonders hervorzuheben:

Vorstand: Gerhard Steck, Dr. Almut Satrapa-Schill, Herbert Frohnmayer (von links)
  • Grafenau 2025 – Ein attraktiver Wohnort für Jung und Alt (sh. dazu die näheren Ausführungen auf der Homepage unter diesem Titel)
  • Erstes Bürgerspiel „Odyssee 21“, initiiert, verfaßt und umgesetzt  von Gudrun Achterberg und mit Jugendlichen, Senioren, Vereinen unter dem Dach der Bürger-Stiftung-Grafenau 2007 durchgeführt. Die Schirmherrschaft hatte das Kultusministerium  Baden-Württemberg übernommen;
  • seit 2004 ein- bis zweimal im Jahr stattfindende Stiftungsvorträge hochrangiger Wissenschaftler, Forscher und Politiker zu gesellschaftlichen, gesundheitlichen und demographischen Fragestellungen. Bisher wurden 14 Stiftungsvorträge veranstaltet;
  • das jeden dritten Donnerstagnachmittag monatlich stattfindende Bürger-Cafe in der Begegnungsstätte im Seniorenzentrum;
  • seit mehr als zwei Jahren die Kurse zur „Sturzprophylaxe – Aktiv bis ins hohe Alter“, durchgeführt, initiiert und finanziell unterstützt von der Bürger-Stiftung-Grafenau;
  • einzelne Stifter bieten Schülerpatenschaften an mit dem Ziel, den Schulabschluß und den Einstieg in das Berufsleben zu erreichen.

Die Arbeit der Bürger-Stiftung-Grafenau ist generationsübergreifend, integrativ, neutral und modern. Sie setzt sich für Jung und Alt ein. Sie wirbt für bürgerschaftliches Engagement und kooperiert mit den örtlichen Vereinen, Kirchen und Multiplikatoren.
Weitere Stifter, Spender und  Engagierte sind herzlich willkommen.